Das Lexikon wurde 2007 gedruckt und veröffentlicht. Aber die "Sprachgeschichte" der Erlebnispädagogik geht weiter. Die neuesten Begriffe:
Metamorphische Hier- und Jetzt-Wirklichkeit
Heckmeier Bernd und Michel Werner beschreiben die kreativ-rituelle Prozessgestaltung als eine Weiterentwicklung des metaphorischen Modells: „Hier wird mit Mitteln prozessorientierter Therapie- und Trainingsmethoden gearbeitet, mit Theaterpädagogik und vor allem auch mit künstlerischen Gestaltungselementen. Einen wesentlichen Aspekt bildet auch das bewusste Arbeiten mit Ritualen und in Ansätzen mit schamanistischen Methoden. Bei diesem Modell manifestieren sich persönliche Situationen, gruppendynamische Konstellationen und Systeme in einer metamorphischen (gr.-lat. die Gestalt, den Zustand wandeln) Hier- und Jetzt-Wirklichkeit. Kreativ-rituelle Prozessgestaltung hat einen absoluten Alltagsbezug. Dies hat zur Folge, dass Lernerfahrungen im laufenden Prozess umgesetzt werden. Obwohl dieses Modell in irgendwelchen Räumen angewandt werden kann, bietet sich die Natur als Erlebnisraum an.“
Heckmeier Bernd und Michel Werner, Einstieg in die Erlebnispädagogik, Luchterhand Verlag 1998
elementar-phänomenologisch
Neues erlebnispädagogisches Lernmodell - neben Outward Bound plus, dem Metaphorischen Modell, dem Systemischen Ansatz. Die Leitung bezieht elementare (Feuer, Erde, Wasser, Luft) und phänomenologische Wahrnehmung in ihre Prozessführung ein, sowohl als Inspiration, als auch als konkrete Intervention. Dahinter steht die Überzeugung, dass wir, wenn wir mit offenen Sinnen in der Natur unterwegs sind, in Resonanzbewegungen zu den Elementen und allem Lebendigen im Naturraum treten. Dieses Verfahren bietet die Chance, auf Ebenen zu lernen, die feinstofflich sind und meist über unser Bewusstsein und den Körper hinausreichen. Im Sinne der Ganzheit des Menschen, gehören auch diese Bereiche (Ausstrahlung, Resonanz, Wahrnehmung, Raum, Ergriffenheit, Verbindung) in Entwicklungsprozesse von Persönlichkeiten.
Naturraumpädagogik
Soziale Bildung bzw. Persönlichkeitsentwicklung, die Natur als Lernraum wahrnimmt. Einbezogen werden Erkenntnisse oder Emotionen, die durch das einfache, konkrete, körperliche Handeln draussen bei den Menschen ausgelöst werden (Natur als Raum). Ebenso schenkt man Resonanzphänomenen zwischen Natur und Mensch Beachtung, bzw. bezieht die damit verbundenen metaphorischen Einsichten oder energetischen Erfahrungen direkt in den pädagogischen Prozess mit ein. (Natur als Gegenüber).